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Mitten im April war Gemendedog (Gemeindetag). Der Polemester (Gemeindediener) ging mit der Klepper durch´s Dorf und rief: „Heit ovend um 7 Uhr ist Gemendedog“.
Alle interessierten Bürger fanden sich dann am besagten Abend in der Gastwirtschaft ein.
Die wichtigsten Punkte der Tagesordnung waren:
1. Wann darf das Vieh auf die Hutweide?
2. Behalten wir unseren Kuhhirten, der auch Nachtwächter war, und bleibt es bei seinem
Lohn? 3. Sollen Kirchendiener, Briefträger und Polemester bei gleicher Bezahlung ihre Stellung behalten? 4. Bleiben die Gebühren für das Hüten des Viehs auf der Hutweide bestehen? 5. Ein Schütz und ein Waldhüter wurden gewählt und die Bezahlung festgelegt. 6. Die jährlichen Versteigerungen der Faranzwiese und verschiedener bewachsener Feldwege und Gräben. 7. Die Frohn (Gemeindedienst) wurde festgesetzt. Es wurde beschlossen welche Feldwege und Gräben in eigener Regie zu erneuern bzw. Instand zu setzen wären.
Nachdem alle Punkte erledigt waren, gab es Freibier.
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